Coronaimpfung: Wir impfen!

Seit 07.04.2021 impfen wir gegen das Coronavirus. Bitte beachten sie, dass weiterhin eine Impfstoffknappheit besteht und wir nach Priorisierungsliste impfen. Für die Priorisierungsgruppe 3 (im Wesentlichen 60 bis 69 Jährige) ist eine Möglichkeit für eine zeitnahe Impfung die Impfung mit dem AstraZenecaimpfstoff, da wir eine Sonderlieferung für Hochinzidenzgebiete erhalten haben.

Wir impfen mit AstraZenecaimpfstoff für > 60 Jährige (solange diese Nachricht auf Homepage steht ist er verfügbar) und dem Pfizer/BioNTech Impfstoff (nur sehr wenige Impfdosen verfügbar).



Für AstraZeneca Impfungen können sie (ab 60 Jahre) mit etwas Wartezeit solange diese Nachricht auf der Homepage steht auch Montag Nachmittags ohne Termin in unsere Praxis nach Königstein von 15:30 bis 17:00 Uhr kommen.

Bitte bringen sie zur Impfung den Aufklärungsbogen ausgefüllt mit.

Weitere Informationen zu den einzelnen Impfungen erhalten sie auf der Seite des Robert Koch Instituts.

Hintergrundinformationen zum Impfstoff von Moderna und Pfizer/BioNTech erhalten Sie hier.

Hintergrundinformationen zum Impfstoff von AstraZeneca- Impfstoff erhalten Sie hier.

Gern können sie hier bereits ihren Impfwunsch an uns übermitteln:







    Hinweise zur Impfung

    Hiermit möchten wir auf ein paar Fragen zur Coronavirusimpfung antworten, die als Hausärzte an uns heran getragen werden. Dies stellt keine wissenschaftliche Abhandlung dar, sondern spiegelt unsere persönliche hausärztliche Meinung nach Beschäftigung mit der Erkrankung und der vorhandenen Literatur zur Impfung wieder.

    Um zu weiteren Informationen zu kommen, bitte hier drücken.

    Soll ich mich impfen lassen? Warum soll ich mich impfen lassen?

    JA. Damit die Wahrscheinlichkeit deutlich gesenkt wird selbst schwer an einer Erkrankung mit dem SARS-Coronavirus zu erkranken. Die wissenschaftlichen Daten dazu sehen vielversprechend aus und sind bereits einigermaßen verlässlich, was die Wirkungen in den Monaten nach der Impfung angeht. Erfahrung mit Impfung gegen andere Atemwegserreger lassen auch vermuten, dass ein längerer Schutz bestehen wird und zumindest schwere Verläufe deutliche reduziert werden, wenn sich auch ein Ansteckung oder milde Verläufe letztlich nie zu 100 Prozent verhindern lassen. Ob es wie bei der Grippe ein saisonaler Impfstoff werden wird, der regelmäßig angepasst werden muss, steht noch nicht fest.

    Über die Wirksamkeit der Impfung auf die Reduktion der Weitergabe an Mitmenschen lässt sich aktuell nur spekulieren, aber auch hier stimmen die Erfahrungen optimistisch, dass milde Verläufe auch weniger Ansteckung mit sich bringen. Das Ziel „Herdenimmunität“ ist aus unserer Sicht Ende des Jahres erreichbar und damit auch wieder ein Leben ohne Gesichtsbedeckung. Auch hoffen wir wieder auf einen kräftigen Handschlag.

    Ist es wahrscheinlich eine schwere Nebenwirkung der Impfung zu erleiden?

    Die Impfung wird vor allem die üblichen lokalen Nebenwirkungen hervorrufen, wie sie zum Beispiel nach einer Grippeimpfung auftreten. Die aktuell zugelassenen Impfstoffe wurden allein in den Zulassungsstudien an über 20.000 Menschen getestet. Inzwischen wurde ein Großteil der Probanden schon über 3 Monate nach der zweiten Impfung nachbeobachtet. Noch mehr Menschen wurden inzwischen auch außerhalbe von Studien geimpft. Hinweise für schwere/lebensbedrohliche Impfkomplikationen treten normalerweise schon früh nach den Impfungen auf. Hierzu gab es in den Studien und auch  bei den Impfbestrebungen verschiedener Länder Hinweise auf vermehrt allergische Reaktionen bis hin zur Schocksymptomatik v.a. bei Allergikern, welche aber jeweils medikamentös beherrschbar waren. Ein Impfarzt wird bei der Coronaimpfung stets zugegen sein. Die Impfung führt vor allem zu einer Lokalreaktion, wie zahlreiche andere Impfungen auch. Mit Schmerz, Schwellung und ggf. Rötung an der Einstichstelle ist zu rechnen, auch mit Fieber und Abgeschlagenheit über wenige Tage, in der Regel ist dies ein Zeichen der Reaktion des Körpers und der Immunantwort.

    Was ist von den Meldungen zu Todesfällen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung zu halten?

    Hier darf man sich nicht von den Überschriften täuschen lassen. Liest man im Detail wird man feststellen, dass es sich um Einzelfälle bei schwer kranken Menschen handelt. Wenn ein Impfstoff MILLIONENFACH angewendet wird, und dass zu 50% bei Menschen über 80 Jahren, wie es aktuell in Deutschland geschieht, liegt es an der Natur der Sache und der Zahlen, dass zahlreiche natürliche Todesfälle, wie Herzinfarkte, Schlaganfälle auch in der Zeit nach der Impfung auftreten, wie sie auch ohne Impfung aufgetreten wären. Die Impfung schützt schließlich primär vor schweren Verläufen der Infektion mit dem SARS-Corona-Virus 2 und nicht vor den weiteren Erkrankungen des Lebens. Ein zeitlicher Zusammenhang bedeutet jedoch nicht, dass die Impfung die Ursache ist. Die Arzneimittelüberwachung in Deutschland würde Signale erkennen und die Impfungen stoppen, sollte es hier zukünftig belastbare Hinweise auf negative Zusammenhänge geben.

    Muss ich Angst vor DNA-Veränderungen bei einem RNA Impfstoff haben?

    Dies ist äußerst unwahrscheinlich. Die so genannte Boten-RNA (mRNA) wird tagtäglich millionenfach in unserem Körper von unseren eigenen Genen (DNA) durch Ablesen produziert, transportiert, erneut abgelesen, zu funktionierenden Bausteinen umgebaut und wieder abgebaut. Sie ist ein Teil unseres Körpers. Dies passiert jede Sekunde und würde dabei regelmäßig etwas schief gehen, würde auch unsere eigene mRNA uns regelmäßig DNA-Schäden produzieren, sollte ihre Information an der falschen Stelle in unseren Erbstrang eingebaut werden. Die DNA hat sich im Laufe der Evolution gut gegen äußere Veränderungen geschützt und erkennt solche Fehler. Es ist also höchst unwahrscheinlich, dass sich mRNA in unser Erbgut einbaut. Genauso unwahrscheinlich ist dies für die mRNA welche v.a. die Information des SPIKE-Proteins des SARS-Corona-Virus 2 umfasst, also dem wirksamem Bestandteil der aktuell hauptsächlich eingesetzten Impfstoffe.

    Kann man mich zur Impfung zwingen?

    NEIN. Keiner wird zur Impfung gezwungen. Auch wir werden sie weiter behandeln, sollten sie sich nicht impfen lassen, aus welchen Gründen auch immer.

    Kann ich danach auf die Kontaktbeschränkungen verzichten oder auf den Mund-Nase-Schutz?

    NEIN. Dazu ist der Anteil an Geimpften zu gering. Auch ist noch nicht bekannt ober auch die Übertragung an die Mitmenschen bzw. Nicht-Geimpften ausreichend reduziert wird. Die Übertragung ihrer Tröpfchen beim Atmen, Singen, Sprechen und Husten sollten auch sie weiter so gering wie möglich halten.

    Ich war nachweislich mit dem SARS-Coronavirus 2 erkrankt, soll ich mich auch impfen lassen?

    Aktuell ist dazu keine klare Empfehlung zu geben. Nach aktuellen Stand der Wissenschaft gibt es dazu kaum verwertbaren Daten. Wenn sie nachweislich (Antigentest oder PCR POSITIV) und mit Symptomen erkrankt waren, ist von einem Immunschutz und der Bildung von Abwehrmöglichkeiten ihres Immunsystems auszugehen, auch wenn sich nicht immer Antikörper finden lassen. Es gibt auch Immunzellen (Lymphozyten), welche teils ohne nachweisbare Antikörper gegen die Viren aktiv werden können. Wie das ganze letztlich mehre Monate nach Infektion aussieht bleibt abzuwarten. Aktuell würden wir sagen, dass man ca. 3 Monate nach einer nachgewiesenen Infektion eine Impfung erwägen kann. Ggfs. reicht hierbei auch eine einmalige Impfung aus.

    Soll ich einen Antikörper Test vor der Impfung machen, ob ich nicht doch schon erkrankt war?

    NEIN. Das ist aus unserer aktuellen Sicht arbeits- und kostenproduzierender Mehraufwand, ohne dass er die Entscheidung zur Impfung wesentlich beeinflussen wird und sollte.

    Ich nehme Blutverdünner, wie soll ich mich verhalten?

    In der Regel können sie ihren Blutverdünner weiter einnehmen und achten in den 5 Minuten nach der Impfung, welche immer in einen gut durchbluteten Muskel erfolgt, auf ausreichend Druck auf die Einstichstelle. Es werden wenig traumatisierende äußerst dünne Injektionsnadeln genommen. Die Erfahrung zeigt, dass auch unter Einnahme von Blutverdünnern nicht wesentlich mehr Komplikationen an der Einstichstelle auftreten. Sollten sie in der Vergangenheit unter ihrer blutverdünnenden Medikation schwere Komplikationen erlitten haben, sprechen sie uns vorher an. Eventuell können einer oder mehrere ihre Blutverdünner vor der Impfung pausiert werden.

    Wer sollte nicht geimpft werden.

    Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren: Es ist kein zugelassener Impfstoff vorhanden. Außerdem haben Kinder nur ein äußerst geringes Risiko einen schweren Verlauf einer Coronaerkrankung zu erleiden.

    Akut Erkrankte: Bei Personen mit AUSGEPRÄGTEN Zeichen einer Grippe oder SCHWERER Erkältung sollten sie ihre Impfung zurückstellen (starker Husten, Fieber >38,5°C oder Luftnot). Menschen mit leichtem Erkältungsgefühl (Schnupfen, leichtes Kratzen im Hals usw.) können durchaus geimpft werden.

    Sind Menschen unter einer laufenden Chemotherapie oder starken Rheumamedikamenten von der Impfung ausgeschlossen?

    NEIN, auch Menschen mit Krebserkrankungen und Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sollten sich impfen lassen. Die aktuellen Impfstoffe sind keine Lebendimpfungen. Somit rufen sie auch keine Impferkrankung hervor, die unter einer immunschwächenden Therapie eventuell schwerer verlaufen würde. Über die Stärke der Schutzwirkung lässt sich jedoch nur spekulieren, da auch die Immunantwort auf die Impfung medikamentenbedingt schwächer ausfallen kann. Im Zweifel fällt also die Schutzwirkung vor dem SARS-Corona-Virus 2 geringer aus. Sollten Menschen mit einer Chemotherapie oder mit bestimmten Rheumamedikamenten diese nur kurzfristig erhalten, kann es hier sinnvoll sein die Impfung mit einem 2-4 wöchigem Abstand zur letzten Einnahme dieser Medikamente zu beziehen. Bitte pausieren sie ihre Medikation aber nicht selbstständig.

    Wo bekomme ich Impftermine?

    Vorraussichtlich bald auch in unserer Arztpraxis, aber auch weiterhin im Impfzentrum. Hier ist Ausdauer und Geduld notwendig. Wenn den Impfzentren neue Kontingente gemeldet werden, werden neue Termine freigeschalten, welche aufgrund der aktuellen Knappheit leider schnell vergeben sind. Aktuell sind v.a. pflegendes und medizinisches Personal, sowie Menschen über 80 Jahren sowie Pflegeheimbewohner dran. Früher oder später wird sich jeder einen Termin holen können.

    Sie können sich auch in unser obiges Formular eintragen. Wir werden ihnen, wenn Impfstoff da ist einen Termin per Mail zusenden.

    Im Internet: https://sachsen.impfterminvergabe.de/

    telefonisch: 0800 0899 089

    Reicht es nur eine Impfdosis zu erhalten?

    NEIN. Die aktuell verfügbaren Impfstoffe müssen zweimal verabreicht werden.Nach nur einer Impfdosis liegt die Wahrscheinlichkeit allenfalls bei 50 Prozent geschützt zu sein. Im Zweifel hat mit nur einer Dosis also KEINEN Impfschutz.

    Doktor, werden sie sich selber impfen lassen?

    Diese Frage beantworten wir ganz klar mit ja. Zwei von uns hatten schon das Glück und beide Impfungen gut vertragen.

    Wir haben Polio im Griff, auch die Masern wieder, lassen sie uns jetzt Corona gemeinsam kontrollieren.

    Kurz zusammengefasst: Lassen sie sich impfen!

    Haben Sie bereits einen Termin im Impfzentrum und benötigen ein Attest für ihre Bevorzugung / Priorisierung, so füllen sie bitte folgendes Formular aus. Wir senden ihnen das Attest zu.